Wie denkt Ihr über Hartz IV ?
UmfrageWie denkt Ihr über Hartz IV ? 35% Recht so, irgendwie muss man die Leute ans Arbeiten kriegen (123) 46% Hier werden wieder die Kleinen für die Fehler der Großen bestraft (160) 8% Interessiert mich nicht, mich betrifft es ja nicht (28) 14% Hartz IV ? Was ist das denn? (50) Insgesamt 350 Stimmen
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Mich würde mal interessieren, wie Ihr hier so über Hartz IV und Arbeitslosengeld II denkt.
Für diejenigen, die nicht wissen, was Hartz IV ist, oder wie Hartz IV funktioniert, hier gibt es Info aus erster Hand: [URL=http://www.bundesregierung.de/Politikthemen/-,11826/Arbeitslosengeld-II-Hartz-IV.htm]KLICK[/URL]
God is not on the side of the big battalions, but on the side those who shot best.
[Voltair]
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Die meisten Leute wissen ja gar nicht was es ist, schwätzen nur des nach was in de Bild Zeitung steht, die Leute sind einfach zu verwöhnt.
Und wenn einige im Osten jetzt sagen vor der Wende gings ihnen besser, dann sollte man denen mal zeigen wies ihnen vor der Wende ging...
Zitat
Ich denke Hartz IV geht in die richtige Richtung, aber noch nicht weit genug.
Die meisten Leute wissen ja gar nicht was es ist, schwätzen nur des nach was in de Bild Zeitung steht, die Leute sind einfach zu verwöhnt.
Und wenn einige im Osten jetzt sagen vor der Wende gings ihnen besser, dann sollte man denen mal zeigen wies ihnen vor der Wende ging...
Bin voll deiner Meinung!
Meine Idee:
Jeder Sozialhilfe-/Arbeitslosengeldempfänger (oder wie die auch immer heißen) Sollte Täglich einen sozialen Dienst für seinen Geld tun! Darunter verstehe ich: Suppenküche, Staßenfegen, etc. Das ganze sollte nicht auf freiwilliger Basis laufen, sondern wie normale Arbeit gehabt werden.
Zitat
s.o. schrieb u.a.:
Jeder Sozialhilfe-/Arbeitslosengeldempfänger (oder wie die auch immer heißen) Sollte Täglich einen sozialen Dienst für seinen Geld tun! Darunter verstehe ich: Suppenküche, Staßenfegen, etc. Das ganze sollte nicht auf freiwilliger Basis laufen, sondern wie normale Arbeit gehabt werden.
für welches geld denn?
bei sozialen diensten, wie du es so schön nennst, bekommt man 1-2€ die stunde. mehr als 3 stunden am tag arbeitet man dabei nicht. macht ca. 60€/monat.
bei minijobs, z.b. auf 400€-basis bleiben dem empfänger von AlgII 15%, der rest wird auf die stütze angerechnet. wären wieder 60€/monat.
wenn einem nur 60€ lohn bleiben, und die gibt man noch für fahrtkosten zum arbeitsplatz aus, arbeitet man praktisch für lau.
da sehe ich den grössten fehler bei Hartz IV, denn es wird der anreiz zum arbeiten genommen, den man ja bei "normaler" arbeit hat, nämlich den "verdienst".
God is not on the side of the big battalions, but on the side those who shot best.
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A programmer is just a tool, which converts caffeine into code!
Irgendwas musste einfach gemacht werden, da es so nicht weitergehen konnte. Es kann nicht sein, dass jemand, der nicht arbeitet, mehr Geld "verdient" als jemand, der arbeitet und sich den gazen Tag lang abrackert. Das bisherige System, ein Relikt der 70er, ist eine der klassischen sozialen Gießkannen, die damals, großteilig auf Schulden finanziert, ins Leben gerufen wurden. Deutschland geht es aber nun nicht mehr so gut, da die ganze schuldenfinanzierte Wirtschaft meiner Vorgängergeneration jetzt zusammenbricht. Unserer aller Aufgabe ist es also nun diese Schulden wieder zu tilgen. Das dies nicht ohne Einsparungen an allen Ecken und Enden möglich sein wird, sollte jedem klar sein, viele scheinen es dennoch nicht zu verstehen.
Die Bundesregierung hat also einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, blos das war meines Erachtens nur den Anfang. Es wird sicher noch weitere Reformen (z.B. Rentenpolitik) geben müssen. Der derzeitgen Regierung ist es hoch anzuhalten, dass sie diese Reform so durchziehen ohne an die nächste Wahl zu denken, die ihr sicher deutliche Stimmenverluste einbringen wird. Daher Lob an die Regierung, obwohl ich - nebenbei gesagt - kein Anhänger von ihr bin. Sie hat umgesetzt, was andere jahrelang vor sich hergeschoben haben und allein dies ist ein Erfolg für Deutschland. Sollte dies so weitergehen, können unsere Enkel evtl. wieder schuldenfrei leben. Wenn es für uns nicht mehr reicht, sollten wenigstens unsere ANchfahren die Chance haben, dass sie für die Fehlern ihrer Vorgänger herhalten müssen.
~!__/
..o.o
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Zitat
Sollte dies so weitergehen, können unsere Enkel evtl. wieder schuldenfrei leben.
Klingt lobenswert, aber das kann man den Leuten nicht verkaufen. Und auch wenn ich die Notwendigkeit von Reformen sehe, frage ich mich doch: Was hab ich davon? Dass es meinen Enkel gut gehen wird, ist schön. Aber die Garantie dafür kann uns leider keiner geben. Und letztlich bin auch ich nicht bereit mich in vollem Umfang einzuschränken, nur damit vielleicht nachfolgende Generationen es besser haben.
Ohne Frage ist Politik zu dieser Zeit nicht einfach. Aber trotzdem möchte ich, der ich auch kein SPD-Anhänger bin, nicht deren Aufgabe übernehmen. Eine wirklich gute Lösung hat sicher keiner von uns in der Tasche.
Zitat
Original von s.o.
Bin voll deiner Meinung!
Meine Idee:
Jeder Sozialhilfe-/Arbeitslosengeldempfänger (oder wie die auch immer heißen) Sollte Täglich einen sozialen Dienst für seinen Geld tun! Darunter verstehe ich: Suppenküche, Staßenfegen, etc. Das ganze sollte nicht auf freiwilliger Basis laufen, sondern wie normale Arbeit gehabt werden.
Du (Geburtstag: 10.04.1990 lt Profil) weist natürlich Top darüber bescheid, daß alle Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger nur Drückeberger sind... Du hast schliesslich schon Jahrzehntelang deine Steuern entrichtet und dieses faule Pack zu finanzieren. Mach erst mal selber eine Ausbildung, finde eine Job und BEHALTE ihn vor allem auch. Dann kannst Du dich auch mit deinen rechtsradikalen Arbeitsdienstparolen an die Öffentlichkeit wagen.
Frag mal deine Eltern, die können dir sagen wie schwer es ist über 40 einen Job zu bekommen.
Der Strassenfeger der bei euch sauber macht wird sich übrigens sehr darüber freuen, daß er jetzt arbeitslos wird und dann die Strasse als "sozialen Dienst" fegen darf.
Es ist ja nicht so, dass alle Arbeitslosen faul sind! Es gibt viele Leute, die gerne arbeiten würden...
Aber ich denke Hartz IV ist genau das richtige gegen die Leute, die nicht arbeiten wollen... Und nur wenn man sich betroffen fühlt, geht man auf die Straße... die Demonstranten sind doch alle Leute, die sich sagen: "Ja, arbeiten..mmh... aber DIE können mir doch nicht einfach das Geld kürzen!"
Das ist die falsche Mentalität... und zum "wachrütteln" finde ich Hartz IV gar nicht mal so schlecht, wie alle sagen...
Tanz das Brot, wenn du am Boden bist. Keine Ahnung warum - alles bleibt wie's ist: MIST!
Zitat
Original von lucius
Zitat
s.o. schrieb u.a.:
Jeder Sozialhilfe-/Arbeitslosengeldempfänger (oder wie die auch immer heißen) Sollte Täglich einen sozialen Dienst für seinen Geld tun! Darunter verstehe ich: Suppenküche, Staßenfegen, etc. Das ganze sollte nicht auf freiwilliger Basis laufen, sondern wie normale Arbeit gehabt werden.
für welches geld denn?
bei sozialen diensten, wie du es so schön nennst, bekommt man 1-2€ die stunde. mehr als 3 stunden am tag arbeitet man dabei nicht. macht ca. 60€/monat.
Ich meine für dafür das Sozialhilfe/ Arbeitslosengeld.
Innerhalb von 2 Jahren kann jeder Arbeit finden und wenn es auch nur als Kellner oder Busfahrer ist!
Es gibt aber viele Leute die Hochqualifiziert sind aber zu alt sind um einen guten Job zu finden. Es ist aber unsinnig zu warten bis sich plötzlich ein Traumjob findet!
Ich bin zwar noch relativ jung und daher betrifft mich sowas nicht aber trotzdem finde ich sollte man nehmen was man bekommt statt einfach auf was besseres zu hoffen!
Zitat
Original von s.o.
Ich meine für dafür das Sozialhilfe/ Arbeitslosengeld.
siehst du, und genau das ist laut BSHG (BundsSozialHilfeGesetz) nicht zulässig.
wenn jemand einer erwerbstätigkeit nachgeht, und mit seinem einkommen unter dem sozialsatz liegt, dann hat er anspruch auf einen mehrbedarfszuschlag. dieser zuschlag nennt sich seit 1993 "Absetzungsbetrag für Erwerbstätige".
dieser mehrbedarf macht ungefähr die hälfte des satzes zum lebensunterhalt aus. also wesentlich mehr, als 60€.
dem arbeitslosengeld 2 liegt das SGB 2 (SozialGesetzBuch 2) zugrunde, und dieses besagt:
Zitat
§ 1 Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende Abs.2
2) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasst Leistungen
1. zur Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit insbesondere durch Eingliederung in Arbeit und
2. zur Sicherung des Lebensunterhalts
und:
§ 5 Verhältnis zu anderen Leistungen Abs.1
(1) Auf Rechtsvorschriften beruhende Leistungen anderer, insbesondere der Träger anderer Sozialleistungen, werden durch dieses Buch nicht berührt. Ermessensleistungen dürfen nicht deshalb versagt werden, weil dieses Buch entsprechende Leistungen vorsieht.
quelle: http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze…gb02xinhalt.htm
da der mehrbedarf durch das BSHG (BundesSozialHilfeGesetz) geregelt ist, und im SGB 2 nirgendwo steht, dass das ausser kraft gesetzt wurde, läuft da irgendwas falsch.
God is not on the side of the big battalions, but on the side those who shot best.
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Politiker sollen doch Vertreter aus dem Volk für das Volk sein. Wie kann ein Politiker aber beurteilen, wie ein Durchschnittsbürger lebt, wenn er 10.000 Euro Gehalt im Monat kassiert und selbst wenn er nur ein Jahr politische Arbeit geleistet hat einen Teil seines Solds sein ganzes Leben lang weiterbezahlt bekommt? Nennt man das die neue soziale Gerechtigkeit oder wie siehts damit aus? Ich mein ist ja klar, dass ein Politiker niemals von sich aus sagen würde, dass er gerne auf einen Großteil seines Solds verzichtet, aber ich denke einfach, dass Politiker keine Politik fürs Volk machen können, wenn sie selber nicht wie das Volk leben. Natürlich denken die, dass eine Erhöhung hier, ne Zuzahlung da und ne Kürzung dort ja alles nur Peanuts sind, würde ich allerdings auch denken, wenn ich so einen Haufen Zasta jeden Monat auf meinem Konto hätte

Ich denke, das reicht damit sich jeder hier zusammenreimen kann, was ICH von Hartz IV halte.
Warum kann ein Tag nicht 36 Stunden haben? ://
Zitat
Original von Abi_Andy
Politiker sollen doch Vertreter aus dem Volk für das Volk sein. Wie kann ein Politiker aber beurteilen, wie ein Durchschnittsbürger lebt, wenn er 10.000 Euro Gehalt im Monat kassiert und selbst wenn er nur ein Jahr politische Arbeit geleistet hat einen Teil seines Solds sein ganzes Leben lang weiterbezahlt bekommt? Nennt man das die neue soziale Gerechtigkeit oder wie siehts damit aus?
Du meinst also, es gäbe auch hochqualifizierte Leute, die in die Politik gehen würden, wenn es dort nur 3000 Euro pro Monat gäbe und kein Anrecht auf eine Pension?
Du meinst, dass Du die klügsten Köpfe aus Deutschlands Wirtschaft und Bildung dazu bekommen könntest, für ein hundertstel dessen, was sie im Moment bekommen, mal 4 Jahre den Bundeskanzler zum machen oder den Wirtschaftsminister?
Du weisst, welche Arbeitszeiten ein Minister hat, welche Verantwortung er trägt und in welchem Verhältnis das zu seinem Einkommen steht?
Du würdest selber einen auf 4 Jahre befristeten Job ohne Anspruch auf Altersversorgung, mit einer 80 Stunden-Woche, ohne Privatleben, mit einem Risiko für Leib und Leben annehmen üfr 3000 Euro?
Denk mal drüber nach.
Gruss
Marty
wenn jemand 30 Jahre in die Arbeitslosenversicherung einzahlt und dann durch Hartz 4 nur 1 jahr dieses Geld ausbezahlt bekommt und dann direkt in die Sozialhilfe Gruppe fällt findet ihr in Ordnung?
Dann hat er im endeffeckt 29 jahre dafür eingezahlt das sich der Bundestag die Eier schauckelt und in dicken Wagen rumkutschiert wird.
Tolle Reform!

Thema 1 Euro Jobs:
Die Leute die dann für 1 Euro arbeiten fallen aus der Arbeitslosenstatistik raus.
fazit: Der Staat spart und kann sagen er hat die Arbeitslosenquote gesenkt.
Ausserdem gibt es dann meiner Meinung nach wieder mehr arbeitslose.
Arbeitgeber schmeissen ihre Mitarbeiter raus, holen sich 1 euro arbeiter und die vorherigen arbeiter sind arbeitslos!
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »flammable« (12. September 2004, 18:11)
Gruß Lev
Dev. Account - fxencore
Dev. Account - fxencore
Das entscheidende Ergebnis wird man wohl erst in einigen Jahren sehen, wenn durch verschleppte Krankheiten noch viel höhere Kosten für die Krankenkassen entstehen. Das ganze ist eher ein schlechtes Beispiel für eine gute Reform.
Zitat
Und das die SPD nur schlechte Reformen macht ist nicht wahr. Das sieht man am jüngsten Ergebnis der Krankenkassen Reform.


