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Strafanzeige gegen Bush und Schröder ...
... und zwar - trommelwirbel - wegen Vorbereitung eines Angriffskrieges.
Hoffentlich sehen die beiden bald 'ne anständige Zelle von innen. Bush sowieso und Schröder deshalb, weil er am Willen des deutschen Volkes vorbei entscheidet und Bush wie ein dressierter Pudel bei der Bombardierung der afghanischen Zivilbevölkerung half. Jetzt will er Bush gestatten, Deutschland als "amerikansichen Flugzeugträger" für einen Irak-Krieg zu missbrauchen. Das ist jedoch Beihilfe zur Vorbereitung eines Angriffskrieges - und ebenso strafbar.
Es wird spannend.
Mehr und mitmachen unter: http://www.vdj.de/strafanzeige/
Hoffentlich sehen die beiden bald 'ne anständige Zelle von innen. Bush sowieso und Schröder deshalb, weil er am Willen des deutschen Volkes vorbei entscheidet und Bush wie ein dressierter Pudel bei der Bombardierung der afghanischen Zivilbevölkerung half. Jetzt will er Bush gestatten, Deutschland als "amerikansichen Flugzeugträger" für einen Irak-Krieg zu missbrauchen. Das ist jedoch Beihilfe zur Vorbereitung eines Angriffskrieges - und ebenso strafbar.
Es wird spannend.
Mehr und mitmachen unter: http://www.vdj.de/strafanzeige/
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
(Albert Einstein)
(Albert Einstein)
naja ganz so auf die leichte schulter sollte man es dann auch net nehmen, wobei ne strafanzeige eh keinerlei aussicht auf erfolg hat.
wer sich n bissl mit dem thema beschäftigt, wird schnell auf die öl-gründe stossen, welche den irak für eine einnahme interessant macht. ähnliches spiel wie in afghanistan, wo die usa ja auch im vorfeld bereits die verträge für pipelinelegung abgeschlossen hat.
ob mit politik einverstanden oder nicht, ist in diesem falle gar nicht mal die frage... es geht eher um die art und weise wie das ganz gehandhabt wird. oder findest du es richtig, dass bush jetzt, nachdem dort keine kriegsrechtfertigenden beweise gefunden wurden, rumtönt das er auch ohne un-resolution krieg führen wird?
bleibt zu hoffen das sich innerhalb der us-bevölkrung das umdenken fortsetzt.
an so ner aktion wie der obigen würd ich rotzdem net teilnehmen, da es eh nix bringt ausser behördenbekanntheit. ;o)
so long
starlit der
wer sich n bissl mit dem thema beschäftigt, wird schnell auf die öl-gründe stossen, welche den irak für eine einnahme interessant macht. ähnliches spiel wie in afghanistan, wo die usa ja auch im vorfeld bereits die verträge für pipelinelegung abgeschlossen hat.
ob mit politik einverstanden oder nicht, ist in diesem falle gar nicht mal die frage... es geht eher um die art und weise wie das ganz gehandhabt wird. oder findest du es richtig, dass bush jetzt, nachdem dort keine kriegsrechtfertigenden beweise gefunden wurden, rumtönt das er auch ohne un-resolution krieg führen wird?
bleibt zu hoffen das sich innerhalb der us-bevölkrung das umdenken fortsetzt.
an so ner aktion wie der obigen würd ich rotzdem net teilnehmen, da es eh nix bringt ausser behördenbekanntheit. ;o)
so long
starlit der
mmmh... wenn die sich auslöschen wollen dann sollen sie das machen.
Solange keine Deutschen Soldaten draufgehen ist es ja gut.
Und wenn die Amis ihren Müll bei uns parken wollen... warum nicht?
Dann haben unsere Alkaida Jungs genug Zeit sie zu sabotieren. Die kommen ja nicht umsonst alle von TU´s.
Jan
Solange keine Deutschen Soldaten draufgehen ist es ja gut.
Und wenn die Amis ihren Müll bei uns parken wollen... warum nicht?
Dann haben unsere Alkaida Jungs genug Zeit sie zu sabotieren. Die kommen ja nicht umsonst alle von TU´s.
Jan
"Fehler sind immer zu Verzeihen, wenn man den Mut hat, diese auch zu zugeben." Lee Jun-Fan
SturmFrisur
unregistriert
ich stimme euch absolut zu...
jetzt kommt noch dazu das die columbia abgestürzt ist, bin mal gespannt wie bush das alles jetzt handhaben will, er würde parallel zu dem afgahnistankrieg noch einen im irak "anzetteln" notfalls auch ohne UN-Genehmigung. Absurt vorallem mit dem hintergedanken das es nur um den nutzen für die Amis geht (oel) und in einer woche wird man den absturz der columbia nur noch sehen als einen absturz der mal passieren kann...weil sich alles nur noch um den beschissenen krieg dreht, der nicht sein muss. Ich stimme Deutschland-Frankreich absolut zu.
jetzt kommt noch dazu das die columbia abgestürzt ist, bin mal gespannt wie bush das alles jetzt handhaben will, er würde parallel zu dem afgahnistankrieg noch einen im irak "anzetteln" notfalls auch ohne UN-Genehmigung. Absurt vorallem mit dem hintergedanken das es nur um den nutzen für die Amis geht (oel) und in einer woche wird man den absturz der columbia nur noch sehen als einen absturz der mal passieren kann...weil sich alles nur noch um den beschissenen krieg dreht, der nicht sein muss. Ich stimme Deutschland-Frankreich absolut zu.
sorry for the spam!
bin grad auf der arbeit und irgendwie geht das mit der pm im moment nicht
@starlit: du wirst doch nicht etwa starlitskysearch aus DAoC ehemaliger Stonehenge/Albion sein?
wenn doch... ach was ist die welt klein
@mods: bitte 1-2 tage hier stehen lassen, damit starlit das lesen kann, dann ohne weiterem fragen einfach löschen. danke für euer verständniss
bin grad auf der arbeit und irgendwie geht das mit der pm im moment nicht

@starlit: du wirst doch nicht etwa starlitskysearch aus DAoC ehemaliger Stonehenge/Albion sein?
wenn doch... ach was ist die welt klein

@mods: bitte 1-2 tage hier stehen lassen, damit starlit das lesen kann, dann ohne weiterem fragen einfach löschen. danke für euer verständniss
Also ich finds auch affig!
Also 1. finde ich überhaupt nicht, dass Schröder sich wie ein zahmer Pudel in Afghanistan verhalten hat dann 2. soweit ich weiß soll der deutsche Luftraum sogar für Militäraktionen gesperrt sein... (fragt jetzt nicht woher, aber ich hab das mal irgendwo gehört). 3. Und zu der behauptung, dass die Deutschen sich mit einem Nein ins Abseits befördern:
Ansonsten werden die Deutschen allzu oft mit Krieg in Verbindung gebracht (--> 1. und 2. Weltkrieg) und wenn sie dann mal NICHT wollen, dann isses auch wieder falsch!
Also 1. finde ich überhaupt nicht, dass Schröder sich wie ein zahmer Pudel in Afghanistan verhalten hat dann 2. soweit ich weiß soll der deutsche Luftraum sogar für Militäraktionen gesperrt sein... (fragt jetzt nicht woher, aber ich hab das mal irgendwo gehört). 3. Und zu der behauptung, dass die Deutschen sich mit einem Nein ins Abseits befördern:
Ansonsten werden die Deutschen allzu oft mit Krieg in Verbindung gebracht (--> 1. und 2. Weltkrieg) und wenn sie dann mal NICHT wollen, dann isses auch wieder falsch!
Gruß, Avirell
Ich ändere diese Signatur nicht mehr.
Ich ändere diese Signatur nicht mehr.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Avirell« (5. Februar 2003, 14:41)
Schwachsinn!
Also das mit der Starfanzeige is doch totaler Blödsinn!
Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass man Leute wegen Beihilfe zum 'begründeten' Krieg verhaften kann!?
Und außerdem... wer weiß, ob da nicht noch was anneres dabei ist!??
Öl ist nur ein Bsp.!)
Ich finde auch, dass das Schwachsinn ist mit dem Krieg! es sterben so viele Leute und nachher sagt der olle President nur, dass es ihm leid tut und er es nicht tun sollte!
(mein Kumpel is gekommen, ich kann nemme jetzt!
)
Also gl(Im battle.net
) &cu
ZORYFL[deg]
Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass man Leute wegen Beihilfe zum 'begründeten' Krieg verhaften kann!?
Und außerdem... wer weiß, ob da nicht noch was anneres dabei ist!??
Öl ist nur ein Bsp.!)Ich finde auch, dass das Schwachsinn ist mit dem Krieg! es sterben so viele Leute und nachher sagt der olle President nur, dass es ihm leid tut und er es nicht tun sollte!
(mein Kumpel is gekommen, ich kann nemme jetzt!
)Also gl(Im battle.net
) &cuZORYFL[deg]
http://zoryfl.wmw.cc
Zitat
Original von Starlit
tjo blos sieht ja momentan eher danach aus, als würde frankreich kippen. dann steht deutschland isoliert da und wir können gespannt sein, was schröder dann macht.[...]
kippen? ist definitiv das falsche wort...die franzosen haben nie ein pauschales nein geäußert, wie das unser bundesgerd tat...
Der Krieg is eh nur da damit ma wieder Geld in die USA kommt. Und was soll schröder denn anderes tun als Ja sagen. Sonst fliegen wir, nur wegen so nem dummen Krieg, noch aus der Nato (oder UN, ich weiß das jetzt echt nicht) raus.
Kurz und Knapp:
Krieg = sinnlos
Strafanzeige = erfolgslos (so, ma Interpretiert)
Kurz und Knapp:
Krieg = sinnlos
Strafanzeige = erfolgslos (so, ma Interpretiert)
eeeeeek und ich dacht ich kann hier mal in ruhe was schreiben ohne spammen zu müssen. ;o) jo genau, ausm 4players ;o)
ähm mal was zum thema *g*:
strafanzeige bringt nix, klar. aber wenn ihr mal den bush seine reden so hört und auf gewisse schlagwörter achtet... fallen euch da ebenfalls gewisse ähnlichkeiten zu schlagworten vergangener tage auf.
wenn dann solche "aufdeckungen" wie gestern in monitor kommen... die geschichte mit den kriegslügen... und da solch nettigkeiten wie 91 aufgedeckt werden... da kann man sich einfach nur noch sorgen machen und muss sich definitiv fragen worum es hier geht.
interessant übrigends das wir mittlerweile gleichgestellt mit kuba und lybien sind, in den augen der amis... war da nicht was mit achse des bösen und "wer nicht für uns ist, ist gegen uns"?
beruhigenderweise dürfte nach abdankung schröders dann die cdu alles wieder gerade biegen und wir dürfen auch unser teil, bei der momentanen verteilung dieser erde, abhaben. (sarkasmus *g*)
vielleicht aber ist europa mittlerweile so weit und intelligent, die hintergründe zu erkennen und zumindest etwas gegenzusteuern.
so long
starlit
ähm mal was zum thema *g*:
strafanzeige bringt nix, klar. aber wenn ihr mal den bush seine reden so hört und auf gewisse schlagwörter achtet... fallen euch da ebenfalls gewisse ähnlichkeiten zu schlagworten vergangener tage auf.
wenn dann solche "aufdeckungen" wie gestern in monitor kommen... die geschichte mit den kriegslügen... und da solch nettigkeiten wie 91 aufgedeckt werden... da kann man sich einfach nur noch sorgen machen und muss sich definitiv fragen worum es hier geht.
interessant übrigends das wir mittlerweile gleichgestellt mit kuba und lybien sind, in den augen der amis... war da nicht was mit achse des bösen und "wer nicht für uns ist, ist gegen uns"?
beruhigenderweise dürfte nach abdankung schröders dann die cdu alles wieder gerade biegen und wir dürfen auch unser teil, bei der momentanen verteilung dieser erde, abhaben. (sarkasmus *g*)
vielleicht aber ist europa mittlerweile so weit und intelligent, die hintergründe zu erkennen und zumindest etwas gegenzusteuern.
so long
starlit
Zitat
Original von Zaturi
Der Krieg is eh nur da damit ma wieder Geld in die USA kommt. Und was soll schröder denn anderes tun als Ja sagen. Sonst fliegen wir, nur wegen so nem dummen Krieg, noch aus der Nato (oder UN, ich weiß das jetzt echt nicht) raus.
Kurz und Knapp:
Krieg = sinnlos
Strafanzeige = erfolgslos (so, ma Interpretiert)
nope, die amis geben dadurch geld aus... und zwar geld das sie nicht haben. in diesem zusammenhang intertessant das 3/4 der amerikanischen bonds von japanern gehalten werden.
was nach so einem krieg passiert (und wir können hier mittlerweile durchaus bereits von einem dritten weltkrieg reden, denn es wird vermutlich auf einen mehrfrontenkampf hinauslaufen und der ist auch schon da) sieht man eigentlich recht gut anhand des letzten weltkrieges.
entschuldung per hyperinflation.
dazu sollte man sich auch mal weiterführende daten in den usa anschauen. ein leistungsbilanzdefizit das seinesgleichen sucht, eine verschuldung die dreimal höher ist als 1929 (beim damaligen börsencrash), rückläufige gehälter seit den 70er jahren, ein bruttoinlandsprodukt das nach dem hedonic index-picing berechnet wird (d.h. die it-investitionen werden mit dem 20fachen des eigentlichen wertes verrechnet, was dann auch zu dem medienereigniss hausse bis 00 führte), faule bilanzen usw...
die amis sind wirtschaftlich gesehen am tiefsten boden den man so finden kann... allein rein historisch gesehen wird es zu nem krieg kommen. die einzigste chance bei ner marktwirtschaft nen finanzausgleich zu bekommen, wenn mer nemmer auf kosten der dritten welt, und halt auch mal des ostens. leben können... wie bisher.
so long
starlit der nu mal besser in deckung vor den salven der empörung geht *g*
Ich denke die verblödeten Amis haben sich in der Sache voll verkalkuliert und auch vergaloppiert.
Der Türke will jetzt nämlich 15 Mrd. US$ von dem Amis an Unterstützung. Die Amis haben die Kohle aber nicht und wollen nicht sol viel blechen.
Ausserdem hat die US Kriegsmaschinerie für den Irak-Schwachsinn schon solche Unmengen an Geld aufgefressen, daß die Herrschaften in den USA nur zwei Alternativen noch haben.
Alternative 1: (darauf läufts hinaus)
Augen, Ohren zu und durch, egal was passiert, man kriegt nach einem "unberechtigten, sinnlosen Krieg" sowieso alles wieder vertuscht und dreht das Ganze wieder so, wie man es braucht, wie die letzten 40 Jahre auch.
Deswegen liegen die Nerven bei bestimmten Herrschaften auch blank, wenn Leute wie Schröder und Chirac diese Alternative auch noch gefährden.
Alternative 2: (die Ehrlichere)
Präsident Bush gesteht ein, daß er überreagiert hat und von innenpolitischen Problemen in den USA ablenken wollte. Da aber diese Unmengen an Geld schon verpulvert sind, wird das amerikanische Volk auch angesichts des aussenpolitischen Schadens der enstanden ist Konsequenzen fordern. Der Präsident inklusive aller Minister treten zurück und es finden Neuwahlen statt, außdem werden alle hohen Beamten von CIA und NSA ihrer Posten enthoben.
Optional: Der Texaner Bush nimmt seinen Colt und jagt sich eine Kugel durch seine hohle Nuß.
Gruss
sOLUZion
Der Türke will jetzt nämlich 15 Mrd. US$ von dem Amis an Unterstützung. Die Amis haben die Kohle aber nicht und wollen nicht sol viel blechen.
Ausserdem hat die US Kriegsmaschinerie für den Irak-Schwachsinn schon solche Unmengen an Geld aufgefressen, daß die Herrschaften in den USA nur zwei Alternativen noch haben.
Alternative 1: (darauf läufts hinaus)
Augen, Ohren zu und durch, egal was passiert, man kriegt nach einem "unberechtigten, sinnlosen Krieg" sowieso alles wieder vertuscht und dreht das Ganze wieder so, wie man es braucht, wie die letzten 40 Jahre auch.
Deswegen liegen die Nerven bei bestimmten Herrschaften auch blank, wenn Leute wie Schröder und Chirac diese Alternative auch noch gefährden.
Alternative 2: (die Ehrlichere)
Präsident Bush gesteht ein, daß er überreagiert hat und von innenpolitischen Problemen in den USA ablenken wollte. Da aber diese Unmengen an Geld schon verpulvert sind, wird das amerikanische Volk auch angesichts des aussenpolitischen Schadens der enstanden ist Konsequenzen fordern. Der Präsident inklusive aller Minister treten zurück und es finden Neuwahlen statt, außdem werden alle hohen Beamten von CIA und NSA ihrer Posten enthoben.
Optional: Der Texaner Bush nimmt seinen Colt und jagt sich eine Kugel durch seine hohle Nuß.
Gruss
sOLUZion
"Wir Amerikaner schaufeln uns unser eigenes Grab"
Im Gespräch: Der US-Politologe Chalmers Johnson über Aufstieg und Fall des
amerikanischen Imperiums, die Eroberung des Persischen Golfs und
Deutschland, die "am leichtesten korrumpierbare Nation der Welt"
Moritz Schwarz
Herr Johnson, Sie gelten seit Ihrem Buch "Ein Imperium verfällt" neben dem
ehemaligen amerikanischen Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski als einer
der profiliertesten Theoretiker eines amerikanischen Imperialismus.
Allerdings halten Sie die Übernahme einer imperialen Gesinnung durch Ihre
Landsleute für verhängnisvoll. Doch nach Ihrer Analyse hat dieser Prozeß
bereits begonnen - und zwar nicht erst seit dem 11. September 2001. Welche
Anzeichen sehen Sie dafür?
Johnson: Die USA unterhalten weltweit 725 Militärstützpunkte im Ausland. Wie
würden Sie das nennen, wenn nicht Imperium? Während des Kalten Krieges
schien unsere globale Präsenz noch gerechtfertigt, inzwischen ist die
Sowjetunion zerfallen, das US-Satellitensystem besteht aber immer noch.
Daran wird deutlich, daß es sich in Wirklichkeit nicht um ein
Verteidigungssystem gehandelt hat, statt dessen wird der tatsächliche
imperiale Charakter dieser Konstruktion sichtbar.
Fürsprecher der USA argumentieren, die Vereinigten Staaten stehen als
einzige Supermacht weltweit in der Verantwortung, deshalb müssen sie
omnipräsent sein.
Johnson: Denken Sie doch einmal über die Verhältnismäßigkeit nach, die
Deutschen zum Beispiel haben mehr Kontakt mit den US-Truppen als die
Amerikaner selbst. Denn von den 32 Stützpunkten der US-Army in Europa
befinden sich alleine 27 in Deutschland, dazu kommen außerdem zwei
Fliegerhorste. Und das fünfzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges! Die
Erfahrung zeigt, haben die USA erst einmal irgendwo Militärstützpunkte
errichtet, geben sie diese nach Möglichkeit nicht mehr auf. Denn es geht in
erster Linie um die Ausweitung der US-Militärpräsenz weltweit. Aber nicht
nur die Anzahl der Stützpunkte verrät die Absicht, sondern oftmals auch
ihren Charakter. So unterhalten wir auf dem Balkan zwei Stützpunkte, die für
die Friedensmission, die Amerika dort zusammen mit den Europäern durchführt,
völlig überdimensioniert sind. Die Frage ist also, zu welchem Zweck betreibt
man diesen Aufwand? Glauben Sie auch nicht, daß die Militärbasen, die nach
dem 11. September 2001 in Usbekistan und Kirgisien - wichtige Positionen an
der Südflanke Rußlands - vermeintlich nur zum Angriff auf Afghanistan
bezogen wurden, nach dem Abschluß der Militäroperation wieder geräumt
werden. Ebenso die Einrichtungen in Afghanistan, deren Nutzung keineswegs
darauf beschränkt ist, den Auftrag in Afghanistan zu erfüllen, sondern die
als Ausgangspunkt für neue Operationen dienen werden.
Der zentrale Begriff Ihrer Theorie ist das Wort "Blowback" - zu deutsch
"Rückstoß, Rückschlag" ,im Sinne von actio und reactio. Es handelt sich um
einen Terminus aus dem CIA-Jargon.
Johnson: Ja, Blowback beschreibt in der Sprache des US-Geheimdienstes die
unbeabsichtigten Konsequenzen geheimer außenpolitischer Maßnahmen der USA.
Denn oftmals handelt es sich bei dem, was die Tagespresse als verwerfliche
Akte von Terroristen, Drogenbossen, verbrecherischer Regime oder illegaler
Waffenhändler darstellt, lediglich um den "Rückstoß" früherer amerikanischer
Geheimdienst-Operationen. Da sie verdeckt durchgeführt wurden, erkennen die
Bürger die Zusammenhänge natürlich nicht und bleiben über den wahren
Charakter dieser Blowbacks, über ihren Zusammenhang mit der US-Außenpolitik,
im unklaren.
Ihr Buch erschien bereits 1999, Kritiker zollen Ihnen heute Respekt, weil
Ihre Theorie auf analytischem Niveau den 11. September im Prinzip
vorausgesagt hat.
Im Gespräch: Der US-Politologe Chalmers Johnson über Aufstieg und Fall des
amerikanischen Imperiums, die Eroberung des Persischen Golfs und
Deutschland, die "am leichtesten korrumpierbare Nation der Welt"
Moritz Schwarz
Herr Johnson, Sie gelten seit Ihrem Buch "Ein Imperium verfällt" neben dem
ehemaligen amerikanischen Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski als einer
der profiliertesten Theoretiker eines amerikanischen Imperialismus.
Allerdings halten Sie die Übernahme einer imperialen Gesinnung durch Ihre
Landsleute für verhängnisvoll. Doch nach Ihrer Analyse hat dieser Prozeß
bereits begonnen - und zwar nicht erst seit dem 11. September 2001. Welche
Anzeichen sehen Sie dafür?
Johnson: Die USA unterhalten weltweit 725 Militärstützpunkte im Ausland. Wie
würden Sie das nennen, wenn nicht Imperium? Während des Kalten Krieges
schien unsere globale Präsenz noch gerechtfertigt, inzwischen ist die
Sowjetunion zerfallen, das US-Satellitensystem besteht aber immer noch.
Daran wird deutlich, daß es sich in Wirklichkeit nicht um ein
Verteidigungssystem gehandelt hat, statt dessen wird der tatsächliche
imperiale Charakter dieser Konstruktion sichtbar.
Fürsprecher der USA argumentieren, die Vereinigten Staaten stehen als
einzige Supermacht weltweit in der Verantwortung, deshalb müssen sie
omnipräsent sein.
Johnson: Denken Sie doch einmal über die Verhältnismäßigkeit nach, die
Deutschen zum Beispiel haben mehr Kontakt mit den US-Truppen als die
Amerikaner selbst. Denn von den 32 Stützpunkten der US-Army in Europa
befinden sich alleine 27 in Deutschland, dazu kommen außerdem zwei
Fliegerhorste. Und das fünfzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges! Die
Erfahrung zeigt, haben die USA erst einmal irgendwo Militärstützpunkte
errichtet, geben sie diese nach Möglichkeit nicht mehr auf. Denn es geht in
erster Linie um die Ausweitung der US-Militärpräsenz weltweit. Aber nicht
nur die Anzahl der Stützpunkte verrät die Absicht, sondern oftmals auch
ihren Charakter. So unterhalten wir auf dem Balkan zwei Stützpunkte, die für
die Friedensmission, die Amerika dort zusammen mit den Europäern durchführt,
völlig überdimensioniert sind. Die Frage ist also, zu welchem Zweck betreibt
man diesen Aufwand? Glauben Sie auch nicht, daß die Militärbasen, die nach
dem 11. September 2001 in Usbekistan und Kirgisien - wichtige Positionen an
der Südflanke Rußlands - vermeintlich nur zum Angriff auf Afghanistan
bezogen wurden, nach dem Abschluß der Militäroperation wieder geräumt
werden. Ebenso die Einrichtungen in Afghanistan, deren Nutzung keineswegs
darauf beschränkt ist, den Auftrag in Afghanistan zu erfüllen, sondern die
als Ausgangspunkt für neue Operationen dienen werden.
Der zentrale Begriff Ihrer Theorie ist das Wort "Blowback" - zu deutsch
"Rückstoß, Rückschlag" ,im Sinne von actio und reactio. Es handelt sich um
einen Terminus aus dem CIA-Jargon.
Johnson: Ja, Blowback beschreibt in der Sprache des US-Geheimdienstes die
unbeabsichtigten Konsequenzen geheimer außenpolitischer Maßnahmen der USA.
Denn oftmals handelt es sich bei dem, was die Tagespresse als verwerfliche
Akte von Terroristen, Drogenbossen, verbrecherischer Regime oder illegaler
Waffenhändler darstellt, lediglich um den "Rückstoß" früherer amerikanischer
Geheimdienst-Operationen. Da sie verdeckt durchgeführt wurden, erkennen die
Bürger die Zusammenhänge natürlich nicht und bleiben über den wahren
Charakter dieser Blowbacks, über ihren Zusammenhang mit der US-Außenpolitik,
im unklaren.
Ihr Buch erschien bereits 1999, Kritiker zollen Ihnen heute Respekt, weil
Ihre Theorie auf analytischem Niveau den 11. September im Prinzip
vorausgesagt hat.
Johnson: Der 11. September war ein klarer Blowback, das Problem ist, daß
eine ganze Reihe von Völkern uns Amerikaner von ganzem Herzen hassen, und
daß sie ein Motiv haben, Ungeheuerlichkeiten gegen Amerika zu begehen. Die
Regierung hat uns nie die Gründe der Attentäter von New York für ihren
Angriff auf das Welthandelszentrum genannt. Man hat erklärt, bei diesen
Leuten handle es sich um islamistische Übeltäter. Nach der amerikanischen
Logik von Gut und Böse haben Übeltäter keine Motive, denn ihr Wesen ist es
schließlich, Übles zu tun. Darin erschöpft sich jede Erklärung. Geben Sie
sich aber mit solch einer Darstellung zufrieden? Das sollten Sie nicht, denn
die US-Regierung weiß, warum sie die Darlegung der Motive lieber schuldig
bleibt. Die USA dehnen ihre Macht bis in den letzten Winkel der Erde aus und
zwingen entlegenen Völkern ihr Wirtschaftssystem auf. Wir Amerikaner
schaufeln uns unser eigenes Grab.
Der "Blowback" ist auch Ihr Ansatz zur Erklärung des vermutlich kurz
bevorstehenden Irak-Krieges.
Johnson: Es gibt in der kritischen Debatte in den USA drei
Haupterklärungsmodelle für den bevorstehenden Irak-Krieg. Das erste ist der
Hunger nach dem Öl. Die Verbindungen der Bush- Administration mit den
Öl-Multis ist hinreichend bekannt, und schließlich verfügt der Irak nach
Saudi- Arabien vermutlich über die zweitgrößten Ölvorkommen der Welt. Das
zweite Modell ist die Nahost- Theorie, danach ist der vermutlich kommende
Krieg eine Folge der guten Kontakte, die viele Angehörige der gegenwärtigen
US-Regierung zum rechten Likud-Block im israelischen Parlament haben, der
ein Interesse an einer Konfrontation mit dem Irak hat. Das dritte Modell ist
die Innenpolitik- Theorie, die besagt, der Irak-Krieg sei nur ein
außenpolitisches Abenteuer, mit dem die Regierung von den enormen Problemen
zu Hause ablenken will. Ich halte Bestandteile aller drei Theorien durchaus
für zutreffend. Allein diese Zusammenhänge jeweils zu einer eigenständigen
Erklärung zu verdichten, halte ich für zu gewagt.
Beim Angriff auf den Irak handelt es sich doch nicht um eine Reaktion,
sondern um eine Aktion. Wie erklären Sie diesen Konflikt also nach dem
"Blowback"-Prinzip?
Johnson: Blowback bedeutet mehr als simple actio-reactio. Vor fünfzig Jahren
gab es die erste verdeckte CIA-Operation in der Golfregion, den Sturz des
demokratisch gewählten iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh
1953. Mossadegh wollte die in der Hand der British Petroleum befindlichen
Ölquellen nationalisieren. Unter Schah Resa Pahlewi wurde statt dessen unter
Ausschaltung der Opposition eine neue, äußerst repressive Regierung
installiert. Der Blowback folgte 1979, als junge fundamentalistische Moslems
unter der Führung Ajatollah Khomeinis das Regime des Schah stürzten.
Ebenfalls 1979 marschierten die Sowjets in Afghanistan ein, woraufhin die
USA mit der Anwerbung islamischer Fundamentalisten als
Mudschaheddin-Freiheitskämpfer in der ganzen Welt begannen. Darunter ein
gewisser Osama bin Laden. Der nächste Blowback war programmiert. Die
US-Politik für die Golf-Region ruhte traditionell auf zwei Säulen: den
reaktionären Marionettenregimes in Saudi-Arabien und im Iran. Als die
persische Säule einstürzte, mußte man sich nach einer Ersatzkonstruktion
umsehen, um den Zugang zu den Ölvorkommen in der Region zu sichern. Da fügte
es sich günstig, daß ebenfalls 1979 der irakische Tyrann Saddam Hussein an
die Macht kam, den die USA in seinem Krieg gegen den Iran mit
Waffenlieferung und Satellitenaufklärung unterstützen. Doch nach Beendigung
des 1. Golfkrieges 1988 besann sich der Verbündete der USA auf die
traditionelle Haltung eines jeden irakischen Staatschefs, nämlich, daß es
sich bei Kuwait um unerlöstes irakisches Gebiet handle. Mit der Invasion
Kuwaits 1990 schlug die von den USA betriebene Politik, Saddam gepäppelt zu
haben, erneut gegen uns zurück. Nachdem diese Entwicklung im 2. Golfkrieg
1991 rückgängig gemacht worden war, errichteten die USA im Zuge dessen
dauerhafte Militärstützpunkte in Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, den
Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman und Kuwait und lenkten damit den Zorn
der Gläubigen und Fundamentalisten auf sich. Und nach den Ereignissen vom
11. September läßt sich voraussagen, daß in den kommenden Dekaden viele
weitere Amerikaner bitter unter dem Blowback-Phänomen werden leiden müssen.
Die "Blowback"-Theorie ist also kein zweidimensionales System, sondern geht
vom Prinzip des Teufelskreises aus. Das actio-reactio-Prinzip pflanzt sich
in einer Eskalationsspirale fort. Jeder "Blowback" macht eine erneute Aktion
nötig, um seine Folgen zu beseitigen, diese führt aber nur zu einem weiteren
"Blowback", die Situation gerät endgültig außer Kontrolle.
Johnson: Ja, der Sturz Mossadeghs 1953 hatte in der Region eine
Ereigniskette in Gang gesetzt, der sich in den kommenden Wochen in Gestalt
eines 3. Golfkrieges wahrscheinlich ein weiteres Glied anschließen wird.
eine ganze Reihe von Völkern uns Amerikaner von ganzem Herzen hassen, und
daß sie ein Motiv haben, Ungeheuerlichkeiten gegen Amerika zu begehen. Die
Regierung hat uns nie die Gründe der Attentäter von New York für ihren
Angriff auf das Welthandelszentrum genannt. Man hat erklärt, bei diesen
Leuten handle es sich um islamistische Übeltäter. Nach der amerikanischen
Logik von Gut und Böse haben Übeltäter keine Motive, denn ihr Wesen ist es
schließlich, Übles zu tun. Darin erschöpft sich jede Erklärung. Geben Sie
sich aber mit solch einer Darstellung zufrieden? Das sollten Sie nicht, denn
die US-Regierung weiß, warum sie die Darlegung der Motive lieber schuldig
bleibt. Die USA dehnen ihre Macht bis in den letzten Winkel der Erde aus und
zwingen entlegenen Völkern ihr Wirtschaftssystem auf. Wir Amerikaner
schaufeln uns unser eigenes Grab.
Der "Blowback" ist auch Ihr Ansatz zur Erklärung des vermutlich kurz
bevorstehenden Irak-Krieges.
Johnson: Es gibt in der kritischen Debatte in den USA drei
Haupterklärungsmodelle für den bevorstehenden Irak-Krieg. Das erste ist der
Hunger nach dem Öl. Die Verbindungen der Bush- Administration mit den
Öl-Multis ist hinreichend bekannt, und schließlich verfügt der Irak nach
Saudi- Arabien vermutlich über die zweitgrößten Ölvorkommen der Welt. Das
zweite Modell ist die Nahost- Theorie, danach ist der vermutlich kommende
Krieg eine Folge der guten Kontakte, die viele Angehörige der gegenwärtigen
US-Regierung zum rechten Likud-Block im israelischen Parlament haben, der
ein Interesse an einer Konfrontation mit dem Irak hat. Das dritte Modell ist
die Innenpolitik- Theorie, die besagt, der Irak-Krieg sei nur ein
außenpolitisches Abenteuer, mit dem die Regierung von den enormen Problemen
zu Hause ablenken will. Ich halte Bestandteile aller drei Theorien durchaus
für zutreffend. Allein diese Zusammenhänge jeweils zu einer eigenständigen
Erklärung zu verdichten, halte ich für zu gewagt.
Beim Angriff auf den Irak handelt es sich doch nicht um eine Reaktion,
sondern um eine Aktion. Wie erklären Sie diesen Konflikt also nach dem
"Blowback"-Prinzip?
Johnson: Blowback bedeutet mehr als simple actio-reactio. Vor fünfzig Jahren
gab es die erste verdeckte CIA-Operation in der Golfregion, den Sturz des
demokratisch gewählten iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh
1953. Mossadegh wollte die in der Hand der British Petroleum befindlichen
Ölquellen nationalisieren. Unter Schah Resa Pahlewi wurde statt dessen unter
Ausschaltung der Opposition eine neue, äußerst repressive Regierung
installiert. Der Blowback folgte 1979, als junge fundamentalistische Moslems
unter der Führung Ajatollah Khomeinis das Regime des Schah stürzten.
Ebenfalls 1979 marschierten die Sowjets in Afghanistan ein, woraufhin die
USA mit der Anwerbung islamischer Fundamentalisten als
Mudschaheddin-Freiheitskämpfer in der ganzen Welt begannen. Darunter ein
gewisser Osama bin Laden. Der nächste Blowback war programmiert. Die
US-Politik für die Golf-Region ruhte traditionell auf zwei Säulen: den
reaktionären Marionettenregimes in Saudi-Arabien und im Iran. Als die
persische Säule einstürzte, mußte man sich nach einer Ersatzkonstruktion
umsehen, um den Zugang zu den Ölvorkommen in der Region zu sichern. Da fügte
es sich günstig, daß ebenfalls 1979 der irakische Tyrann Saddam Hussein an
die Macht kam, den die USA in seinem Krieg gegen den Iran mit
Waffenlieferung und Satellitenaufklärung unterstützen. Doch nach Beendigung
des 1. Golfkrieges 1988 besann sich der Verbündete der USA auf die
traditionelle Haltung eines jeden irakischen Staatschefs, nämlich, daß es
sich bei Kuwait um unerlöstes irakisches Gebiet handle. Mit der Invasion
Kuwaits 1990 schlug die von den USA betriebene Politik, Saddam gepäppelt zu
haben, erneut gegen uns zurück. Nachdem diese Entwicklung im 2. Golfkrieg
1991 rückgängig gemacht worden war, errichteten die USA im Zuge dessen
dauerhafte Militärstützpunkte in Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, den
Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman und Kuwait und lenkten damit den Zorn
der Gläubigen und Fundamentalisten auf sich. Und nach den Ereignissen vom
11. September läßt sich voraussagen, daß in den kommenden Dekaden viele
weitere Amerikaner bitter unter dem Blowback-Phänomen werden leiden müssen.
Die "Blowback"-Theorie ist also kein zweidimensionales System, sondern geht
vom Prinzip des Teufelskreises aus. Das actio-reactio-Prinzip pflanzt sich
in einer Eskalationsspirale fort. Jeder "Blowback" macht eine erneute Aktion
nötig, um seine Folgen zu beseitigen, diese führt aber nur zu einem weiteren
"Blowback", die Situation gerät endgültig außer Kontrolle.
Johnson: Ja, der Sturz Mossadeghs 1953 hatte in der Region eine
Ereigniskette in Gang gesetzt, der sich in den kommenden Wochen in Gestalt
eines 3. Golfkrieges wahrscheinlich ein weiteres Glied anschließen wird.
Johnson: Ja, der Sturz Mossadeghs 1953 hatte in der Region eine
Ereigniskette in Gang gesetzt, der sich in den kommenden Wochen in Gestalt
eines 3. Golfkrieges wahrscheinlich ein weiteres Glied anschließen wird.
Die "Blowback"-Theorie offenbart also, daß es sich beim bevorstehenden
Angriff auf den Irak nicht um einen "Krieg gegen den Terror" und auch nicht
um eine Vorbeugemaßnahme gegen die Weiterverbreitung von
Massenvernichtungswaffen handelt?
Johnson: Genau, sondern um eine folgerichtige Reaktion der USA auf die
Blowbacks früherer US- Politik in der Region. Es mag aussehen wie der
Konflikt eines neuen Geschichtsabschnittes, tatsächlich aber folgt es einer
inneren Logik. Und der Plan zum Krieg war schon vor dem 11. September
gefaßt. Es fehlte allerdings am Katalysator, um die öffentliche Meinung in
den USA und in der Welt zu einer Zustimmung zu diesem Plan zu bringen. Der
11. September war dieser Katalysator - auf solch einen Angriff hatte man nur
gewartet! Das Ergebnis des neuerlichen Irak-Krieges wird die Etablierung von
US-Stützpunkten zwischen Euphrat und Tigris sein. Der Eroberung des Irak
wird dann ein Krieg gegen den Iran folgen, der die Region ganz und gar unter
US-Kontrolle bringen soll.
Das "Blowback"-Prinzip steht auch im Mittelpunkt Ihrer These vom Fall des
amerikanischen Imperiums.
Johnson: Auch wenn die Expansion in der Entstehungsphase von Imperien
vermeintlich der Erreichung gewisser Ziele dient - etwa Saturierung,
Sicherung, Prävention -, so folgt der Imperialismus tatsächlich doch einem
eigenen Gesetz. Die Expansion dient nicht - sie ist das Gesetz. Denn das
Charakteristikum eines Imperiums ist die Ausdehnung an sich. Das
Blowback-Prinzip treibt es dabei vorwärts. So funktioniert die Herrschaft
durch Marionettenstaaten am Golf nach der Blowback- Eskalation dort heute
nicht mehr, deshalb versuchen die USA nunmehr das überholte
Herrschaftsprinzip durch direkte Militärpräsenz zu ersetzen.
Was dem Prinzip aber keinen Abbruch tut, sondern im Gegenteil den
Teufelskreis noch weiter in Schwung bringt.
Johnson: So ist es, bis die imperiale Macht in einen Zustand der Überdehnung
gerät und folglich der Verfall beginnt. Die US-Militär-Doktrin besteht heute
darin, die Entstehung eines Gegners gar nicht mehr zuzulassen. Das ist schon
an sich eine Definition für imperiale Überdehnung. In den USA diskutieren
wir derzeit offen, ob wir ein neues Rom sind, doch tatsächlich gleichen wir
eher einem neuen Napoleon.
Offen beim Namen genannt wird der Imperialismus erst in Folge des 11.
September. Wann aber datieren Sie die tatsächliche Entstehung des
US-Imperiums?
Ereigniskette in Gang gesetzt, der sich in den kommenden Wochen in Gestalt
eines 3. Golfkrieges wahrscheinlich ein weiteres Glied anschließen wird.
Die "Blowback"-Theorie offenbart also, daß es sich beim bevorstehenden
Angriff auf den Irak nicht um einen "Krieg gegen den Terror" und auch nicht
um eine Vorbeugemaßnahme gegen die Weiterverbreitung von
Massenvernichtungswaffen handelt?
Johnson: Genau, sondern um eine folgerichtige Reaktion der USA auf die
Blowbacks früherer US- Politik in der Region. Es mag aussehen wie der
Konflikt eines neuen Geschichtsabschnittes, tatsächlich aber folgt es einer
inneren Logik. Und der Plan zum Krieg war schon vor dem 11. September
gefaßt. Es fehlte allerdings am Katalysator, um die öffentliche Meinung in
den USA und in der Welt zu einer Zustimmung zu diesem Plan zu bringen. Der
11. September war dieser Katalysator - auf solch einen Angriff hatte man nur
gewartet! Das Ergebnis des neuerlichen Irak-Krieges wird die Etablierung von
US-Stützpunkten zwischen Euphrat und Tigris sein. Der Eroberung des Irak
wird dann ein Krieg gegen den Iran folgen, der die Region ganz und gar unter
US-Kontrolle bringen soll.
Das "Blowback"-Prinzip steht auch im Mittelpunkt Ihrer These vom Fall des
amerikanischen Imperiums.
Johnson: Auch wenn die Expansion in der Entstehungsphase von Imperien
vermeintlich der Erreichung gewisser Ziele dient - etwa Saturierung,
Sicherung, Prävention -, so folgt der Imperialismus tatsächlich doch einem
eigenen Gesetz. Die Expansion dient nicht - sie ist das Gesetz. Denn das
Charakteristikum eines Imperiums ist die Ausdehnung an sich. Das
Blowback-Prinzip treibt es dabei vorwärts. So funktioniert die Herrschaft
durch Marionettenstaaten am Golf nach der Blowback- Eskalation dort heute
nicht mehr, deshalb versuchen die USA nunmehr das überholte
Herrschaftsprinzip durch direkte Militärpräsenz zu ersetzen.
Was dem Prinzip aber keinen Abbruch tut, sondern im Gegenteil den
Teufelskreis noch weiter in Schwung bringt.
Johnson: So ist es, bis die imperiale Macht in einen Zustand der Überdehnung
gerät und folglich der Verfall beginnt. Die US-Militär-Doktrin besteht heute
darin, die Entstehung eines Gegners gar nicht mehr zuzulassen. Das ist schon
an sich eine Definition für imperiale Überdehnung. In den USA diskutieren
wir derzeit offen, ob wir ein neues Rom sind, doch tatsächlich gleichen wir
eher einem neuen Napoleon.
Offen beim Namen genannt wird der Imperialismus erst in Folge des 11.
September. Wann aber datieren Sie die tatsächliche Entstehung des
US-Imperiums?

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